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02.04.2011
Ruhrtalfähre startet in die 6. Saison
Am Samstag, den 2. April 2011, nahm die Hardenstein wieder den Betrieb auf

Hardenstein

Nach einer arbeitsreichen Winter-"Pause" ist die Ruhrtalfähre nun wieder im Dienst. Schon am ersten Tag der Saison ließen sich 1500 Fahrgäste bei strahlendem Sonnenschein von der neuen Hardenstein ans gegenüberliegende Ufer bringen.

Die langen Wartezeiten am Fähranleger gehören damit nun endgültig der Vergangenheit an.  Denn die neue Hardenstein kann dreimal mehr Passagiere befördern als ihre kleine Schwester. Und sollte wirklich einmal sehr großer Andrang bestehen, kann sie zudem noch deutlich schneller fahren. Auch für die Fährleute wird die Arbeit damit entspannter, wenn keine Schlangen mehr abzuarbeiten sind und die Besucher wegen des Wartens schon mal launig reagierten.

Da für die kleine, alte Fähre bisher noch keine neue Verwendung gefunden wurde, steht sie vorerst als Reserve zur Verfügung.
Im Winter wurde turnusmäßig ihre Zulassung erneuert, die nach vier Jahren abgelaufen war. Da auch die alte Fähre immer gut in Schuss gehalten wird, waren hierzu nur wenige Arbeiten notwendig. Lediglich einige Kabel wurden neu verlegt und eine neue Absperrkette angebracht. Dazu erhielt sie noch einen neuen Anstrich und so wurde auch problemlos die Zulassung für die nächsten vier Jahre erteilt.

Viel zu tun gab es jedoch auf der neuen Hardenstein, die sich noch im Zulassungsverfahren befindet und deswegen mit einer vorläufigen Genehmigung fährt.

Die geplanten Arbeiten wurden durch den langen Winter zunächst verzögert. Im November machte ein Hochwasser alle Vorhaben unmöglich und die Fährleute mussten stattdessen Hochwasserwache halten.
Dezember und Januar bescherten uns dann viel Schnee und ein weiteres Hochwasser, so dass erst im Februar intensiv gearbeitet werden konnte.

In das Steuerhaus wurden zwei neue Fenster eingebaut, um die vorgeschriebene Rundumsicht zu gewährleisten. Zusätzlich erhielt die Fähre eine Kamera, die den Bereich direkt hinter dem Schiff überwacht.
Die provisorischen Steueranlagen wurden durch ein neues Cockpit ersetzt, die Kabel der Bordelektrik fachgerecht verlegt und Wasserwarnmelder installiert.
Am Deck der Fähre sind dann noch Metallrahmen für die zahlreichen Luken eingeschweißt worden.

Als dann Mitte Februar die Ergebnisse des Stabilitätsgutachtens vorlagen, zeigte sich, dass auch noch umfangreiche Veränderungen am Rumpf vorgenommen werden mussten.
Um den Vorschriften zu genügen und den Erfahrungen ihrer ersten Saison Rechnung zu tragen, wurde die Konstruktion des Schiffes grundlegend geändert, indem ein zusätzlicher Rumpf zwischen den beiden Schimmern eingebaut wurde.

Ursprünglich war die Hardenstein ein Katamaran mit zwei wasserdichten Rümpfen, die über eine einfache, nicht wasserdichte Plattform verbunden waren.

Nun sind diese Schwimmer durch einen Zwischenrumpf verbunden, der dem Schiff zusätzlichen Auftrieb liefert. Deshalb musste auch das Steuerhaus, das bisher einfach auf der Plattform befestigt war, wasserdicht mit dem Rumpf verschweißt werden.

Im Ergebnis hat die Hardenstein nun mehr Freibord, was bedeutet, dass sie etwas mehr aus dem Wasser ragt, als vorher.
Die Fähre ist damit auch leicht Hecklastig ausgelegt, damit das Vordeck bei voller Beladung nicht mehr so deutlich eintaucht wie in der vorherigen Saison. Als Nebeneffekt entstand durch diesen Umbau unter dem Steuerstand eine neue Kabine, die z.B. als Materiallager genutzt werden kann.

Auch in der Fährsaison 2011 wird wie bisher kein festes Entgelt für die Überfahrt genommen.

Mit einer Spende hat aber jeder Fahrgast die Möglichkeit, sich an den Kosten des Fährbetriebs zu beteiligen. An Bord der Fähre befinden sich dazu Spendenkästen an der Reling.

Winter
Die beiden Fähren lagen im Winter an Land

Metalarbeiten
Ein zusätzlicher Zwischenrumpf gibt dem Schiff mehr Stabilität

Neue Fenster
Das Steuerhaus erhält zwei neue Fenster zur besseren Rundumsicht

Schaumstofflieferung
20 qbm Schaumstoff sichern das Schiff zusätzlich

Das neue Cockpit
Auch das Innere des Steuerhauses wurde gründlich überarbeitet



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